Nasses Laub auf der Außenstrecke, kalter Asphalt, um sechs Uhr abends ist es dunkel: Spätestens im Oktober ist die Freiluftsaison für die meisten Fahrer vorbei. Wer den Winter nicht nur mit Basteln verbringen will, zieht in die Halle. Der Umzug klappt aber nur dann reibungslos, wenn das Auto vorher ordentlich vorbereitet wird. Teppich stellt andere Anforderungen als Asphalt, und die Sommermonate haben ihre Spuren hinterlassen.
Zuerst gründlich reinigen
Ein Sommer auf Außenstrecken bedeutet Staub, feinen Sand und Gummiabrieb in jedem Winkel. Bevor irgendetwas umgebaut wird, sollte das Chassis zerlegt und sauber gemacht werden. Drehen Sie jedes Kugellager einzeln von Hand. Lager, die rau laufen oder knirschen, werden getauscht, alles andere wird gereinigt und leicht nachgeölt.
Den Antriebsstrang nehmen Sie bei der Gelegenheit gleich mit: Differenziale öffnen, Fett und Öl prüfen, Zahnräder auf abgebrochene oder abgenutzte Zähne kontrollieren. Beim Reinigen gilt: Druckluft und Pinsel ja, Wasserstrahl nein. Die meisten Regler und Servos sind nicht für Feuchtigkeit gebaut. Wer im Herbst doch noch draußen auf nassem Untergrund gefahren ist, sollte das Auto danach sofort trocknen und die Elektronik einige Stunden offen liegen lassen.
Reifen und Fahrwerk für den Teppich
Teppich bietet über die gesamte Strecke einen sehr gleichmäßigen und meist hohen Grip. Das freut zunächst, bringt aber ein typisches Problem mit sich: Gerade Tourenwagen neigen in schnellen Kurven eher zum Kippen, weil die Reifen so gut haften. Abhilfe schaffen ein etwas tieferer Schwerpunkt, straffere Stabilisatoren und eine Überprüfung von Sturz und Spur.
Ganz wichtig ist das Reglement der jeweiligen Halle. Viele Hallen schreiben bestimmte Reifentypen vor oder verbieten Haftmittel, um den Teppich zu schonen. Fragen Sie vor dem ersten Besuch nach, bevor Sie Reifen kaufen, die Sie dann nicht fahren dürfen.
Akkus richtig lagern und laden
Wer nicht jede Woche fährt, sollte die LiPo-Akkus nicht vollgeladen im Regal liegen lassen. Die meisten Ladegeräte haben eine Lagerfunktion, die die Zellen auf etwa 3,8 Volt pro Zelle bringt. In diesem Zustand altern sie am langsamsten. Auch tiefentladen gehören Akkus nicht in den Schrank.
- Lagern Sie Akkus in einer feuerfesten Tasche oder einem Metallbehälter.
- Kalte Akkus erst auf Raumtemperatur kommen lassen, bevor sie geladen werden.
- Aufgeblähte oder beschädigte Akkus nicht mehr laden und fachgerecht entsorgen.
- Laden nie unbeaufsichtigt, auch nicht in der Werkstatt.
Die Werkstatt winterfest machen
Wer, wie viele von uns, im Gartenhaus oder Metallschuppen schraubt, kennt das Problem: Wenn es draußen kalt wird und drinnen Temperaturwechsel stattfinden, bildet sich Kondenswasser. Werkzeug setzt Flugrost an, Kartons werden klamm. Elektronik, Ladegeräte und Akkus sind im Winter im Haus besser aufgehoben.
Auch Lack, Kleber und Dämpferöl mögen keine Kälte. Wer im Winter eine neue Karosserie lackieren will, sollte das in einem beheizten Raum tun und die Temperaturangaben auf der Dose beachten, sonst läuft der Lack schlecht oder haftet nicht richtig.
Wer diese Punkte abarbeitet, steht beim ersten Hallenlauf nicht mit einem knirschenden Antrieb an der Box, sondern kann sich ganz auf die neue Linie konzentrieren. Und die ist auf Teppich eine ganz eigene Herausforderung.


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